• Hundekunde

Zeckenzeit

Den Meisten von euch läuft es nun wahrscheinlich eiskalt den Rücken runter, aber leider ist es wieder so weit und die lästigen Biester warten nur darauf, sich an unseren Vierbeiner festsaugen zu können. Denn zwischen März und Oktober ist Zeckensaison.

Doch Achtung: Zecken können teilweise auch im Winter (ab einer Temperatur von ca. 6° C) überleben. Der Anfang und das Ende der Saison sind also eher als grober Richtwert zu deuten.


Was gegen die Blutsauger hilft und wie sie sich am besten gar nicht erst an deinem Hund vollsaugen, erfahrt ihr hier!



 

Was hilft?


Nach der Gassirunde den Hund bürsten oder mit einem Tuch abrubbeln. Die Zecken fangen dann an sich zu bewegen und docken dadurch nicht gleich an. Sie können dann ganz einfach abgesammelt werden. Tipp: Anstatt die Zecken mit den Händen zu entfernen, kannst du hier auch einen Fusselroller zu Hilfe nehmen.

 

Info!📝

Zecken brauchen mitunter Stunden, um den perfekten Platz zum Ansaugen zu finden.

Suche deinen Vierbeiner daher mindestens 2x pro Tag ab. So minimierst du potenzielle Zeckenstiche.

 

Chemie? Die allseits beliebten Spot-Ons


Es gibt mittlerweile zahlreiche Anbieter von Tabletten oder auch Spot-Ons. Was jedoch die wenigstens wissen- bei Spot-On-Präparaten handelt es sich um ein Nervengift, das auf die Haut des Hundes aufgetragen wird und dort systemisch wirkt, d.h. es gelangt in den Organismus.⚠️


Mit derartigen Mitteln ist meist eine lange Liste an Nebenwirkungen verbunden. Diese reichen von Hautreizungen, Juckreiz und Erbrechen bis hin zu Atembeschwerden und Epilepsie. Allein die Warnhinweise, dass man während der Anwendung keinen engeren Kontakt mit seinem Haustier haben sollte, nicht Essen, Trinken oder Rauchen darf und man den Müll gesondert entsorgen soll, da dieser nicht ins Wasser gelangen darf (zerstört dort lebende Organismen), müssten genug Warnzeichen aufleuchten lassen.

Zudem wird empfohlen, derartige Spot-Ons monatlich anzuwenden. Stellen wir uns nur mal kurz vor, was das für die Entgiftungsorgane Niere und Leber bedeutet.


Außer Frage steht, dass auch bei natürlichen Mitteln Nebenwirkungen auftreten können. Deshalb informiere dich immer im Vorhinein, welche Empfehlungen du selbst nutzen möchtest, denn es gilt: Was bei einem anderen Hilft, muss nicht bei euch helfen. Es gibt nicht den einen Schutz!



Was wir nutzen


Hier bei uns versuchen wir es so gut es geht ohne Chemie. Sind wir aber im Ausland oder in Gebieten mit hohem Zeckenaufkommen unterwegs, kommen auch wir an der Chemie nicht vorbei und greifen kurzum zu einem Zeckenhalsband. Solange es aber möglich ist, verwenden wir ausschließlich natürliche Mittel.


  • Gute Erfahrungen haben wir mit dem Fellwächter von Feele gemacht, welcher auch für den Zweibeiner verwendet werden kann.

  • Zistrosenkraut: Als Kur angewendet, kann dieses Kraut einfach mit ins Futter gemischt werden. Es enthält bestimmte ätherische Öle, deren Geruch leidige Fellmitbewohner fernhält. Da ätherische Öle ebenfalls die Niere belasten können, sind sie eben kurweise anzuwenden.

  • Ebenfalls gute Erfahrung haben wir mit EM-Keramikhalsbändern gemacht, welche die Zecken um einiges verringert haben.

  • Z-Snack: Kunden haben schon des Öfteren Z-Snack empfohlen. Dieser kann dem Hund einfach als Leckerli verabreicht werden und hält so mit seinen natürlichen Inhaltsstoffen (auch Zistrose) die Zecken fern.


Entfernung


Mit was du die Zecken entfernst, wenn es doch einmal zu einem Stich gekommen ist, kannst du nach deinem Handling entscheiden. Egal ob mit den Fingern, einer Zeckenzange, Pinzette oder Zeckenschaufel (hat sich bei kleinen Zecken gut bewährt)- wichtig ist, dass du sie entfernst! Erst nach ca. 8h kann es zu einer Übertragung von Krankheiten kommen.


Wichtig ist weiters, die Zecke nicht zu drehen oder zu quetschen. Beim Drehen reißt meist der Kopf sofort ab und beim Quetschen der Zecke gelangen ihre mitunter gefährlichen Körperflüssigkeiten in die Bisswunde. Sollte der Kopf mal abgerissen worden sein, versuche, diesen im Nachhinein noch zu entfernen. Manchmal sind es auch die Mundwerkzeuge der Zecke, die noch in der Bisswunde stecken.


Nach der Entfernung die Stelle einfach ein wenig beobachten, um früh genug eine Entzündung der Einstichstelle oder typische Symptome einer Ansteckung zu erkennen.😊


 

Zusammengefasst gilt:


In der Zeckenzeit (insb. März bis Oktober) den Hund nach jedem Spaziergang absuchen und durchkämmen. Auch dich selbst solltest du absuchen!

  • Beim Entfernen ruhig vorgehen und versuchen, die gesamte Zecke zu entfernen.

  • Nach der Entfernung die Stelle beobachten.

  • Natürliche Mittel vor Chemie: Schau dir immer auch die Nebenwirkungen an und erkundige dich vor Verabreichung eines Produkts über dessen Inhaltsstoffe.

  • Zistrosenkraut wirkt besonders effektiv und ist in den meisten Zeckenmitteln enthalten.

  • Bei Unsicherheiten oder wenn du dich nicht traust, die Zecke alleine zu entfernen, einfach den Tierarzt kontaktieren.


Und nun: Viel Spaß in der Natur und Absuchen nicht vergessen! 🐶

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